VMD Marketing InfoLine Ausgabe 20

Teil 2: Warum?! Zu viel Kommunikation keine Kommunikation ist! (Hannes Rain, VMD)
Warum? Social Media?
Sieht man sich die Social Media Kommunikation – in unserem Fall nur die von Apotheken – an, fällt auf, dass sehr viele ohne konkreten Plan agieren.
Das trifft auf mehr Fakten zu:
Konzept
Zeit
Ort
Inhalte -> zur Zeit
Inhalte generell
Menge der Posts
Controlling
Kompetenz
Ziel
Es fehlt also am Projektmanagement. Ohne Zieledefinierung ist das ganze Social Media Konstrukt, sofern es ein Unternehmen betrifft, nichts als heiße Luft, die schnell verpufft. Also genau gesagt verschenkte Ressourcen von Personal / Umweltbelastung / wertvolle Zeit. Das absolute Ziel, gerade bei Apotheken Social-Media-Aktivitäten, muss es sein, die stationäre Apotheke zu stärken! Das muss man auch im vernetzten Denken (Onlineshop) berücksichtigen. Hierbei ist es zu wenig, lustige verkleidete Apothekenmitarbeiter:innen beim Krapfen essen zu posten.
Ein Social Media Konzept zu erstellen kann eine Aufgabe für eine PKA oder sogar Pharmazeut:innen sein, ist es aber von Ursprung her nicht. Kontext zu liefern, ja es in ein brauchbares Kommunikation Konzept einzubinden, dazu braucht es Profis! Kommunikation sollte gelernt sein, Werbe / Kommunikationsagenturen / Social Media Agenturen / Werbearchitekten / Marketingspezialisten sind ausgebildete Menschen für diesen Bereich, genauso wie Pharmazeut:innen und PKA’s ihren Beruf gelernt haben und ohne sehr gute Zusatzausbildung eben nicht im professionellen Kommunikationsbereich tätig sein sollten. Ein altes, aber noch immer gültiges Sprichwort – Schuster bleib bei deinen Leisten – drückt das sehr gut aus.
In Zeiten, wo die große Sparwelle ausgerufen wird, muss man seine wertvollen Ressourcen genau einsetzen, also die richtigen Menschen / Mitarbeiter für ihren richtigen Job einsetzen. Dieses muss man auch mit seinen externen Partnern machen, dann wird der DB wieder in die richtigen Bahnen gelenkt. Personaleinsatz ist ein wesentlicher Teil des DB. Mit fairen Profis, die faire Preise für ihre Tätigkeit anbieten, vor allem im Bereich Kommunikation, werden Sie Ihren DB auf alle Fälle verbessern, das wirkt sich natürlich auf ein besseres Betriebsergebnis aus!
Zurück zur Social Media Kompetenz der Apotheken.
Der wichtigste Punkt ist es, Kompetenz auszustrahlen. Kompetenz zu vermitteln. Kompetenz zu verkaufen.
Sei es für die Branche und für die eigene Apotheke. Seriosität ist das Zauberwort.
Mittlerweile ist Glaubwürdigkeit der stärkste USP zu fake news. Wenn die Apotheke in Social Media also zum Kasperltheater und zur Preisschlacht genutzt wird und das auch noch jeden Tag penetriert wird, ist dies nicht der richtige Weg.
Es gibt Apotheken die wirklich gute Social Media-Arbeit leisten, diese Unterschiede sind auch in der Gestaltung und Ausstrahlung vom großen Rest (allermeistens von Profis gemacht). Man kann durchaus mit Spaß / Humor / Provokation / Information / Vergleich / Verkauf usw. arbeiten - alles Methoden der Kommunikation, die auch für Apotheken zulässig sind. Profis haben diese Methoden erlernt und setzen sie zielgerichtet ein! Vor allem berücksichtigen die meisten seriösen das sie nicht zu viel ungeplant in die Welt der sozialen Medien verschleudern, denn ihre Ressourcen Zeit / Budget sind äußerst wertvoll und müssen auch Ergebnisse bringen.
Unser Tipp: Überprüfen Sie Zeit, Ort & Menge und vor allem geben Sie Ziele vor.
Und beim nächsten Mal heißt’s – Warum? Ist Print noch immer wichtig
